742 wird der Stadtteil Altham das erste mal urkundlich erwähnt. Ein Familienmitglied der Agilofinger Schenkt Altham dem Kloster Benediktbeuren. 788 wird auch die Siedlung Ardeoingas (entspr. Erding) das erste mal urkundlich erwähnt. 891 Schenkt König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. 1228 erhält Erding von Herzog Ludwig von Bayern die Stadtrechte zuerkannt. Mit der ersten wittelbachischen Landesteilung wird Erding Niederbayern zugeordnet, bei dem es bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verbleibt. Ab 1300 wird der Erdinger Stadtturm, das Wahrzeichen der Stadt, erbaut.

1503 Wird Erding im bayerischen Erbfolgekrieg von Herzog Albrecht IV. von Bayern-München erobert. Mit Ende des Erbfolgekrieges werden Ober- und Niederbayern 1506 wieder miteinander vereinigt. Die zwischenzeitlich vom Salzburger Domkapitel zurückerhaltene Hofmark Altenerding wird von den Grafen von Haag an Johann Jakob Fugger verkauft.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wird Erding zweimal - 1632 und 1634 - von den Schweden erobert, geplündert und in Brand gesteckt. Die Folgen waren eine Hungersnot und der Ausbruch der Pest 1634. 1648 wurde Erding dann sogar Hauptquartier des schwedischen Generals Wrangel. Die Bevölkerung war größtenteils in die noch unbesetzten Gebiete des Landes - die meisten nach Wasserburg am Inn und Traunstein - geflohen. Als die Kaiserlichen unter General Piccolomini auf Erding von Vilsbiburg und Geisenhausen her vorrückten, wurde die Stadt erneut in Brand gesteckt. Der dritte Wiederaufbau wurde durch eine extra eingeführte Biersteuer finanziert.

Während der napoleonischen Kriege - besonders 1800 bei der Schlacht von Hohenlinden - wurde Erding dazu verpflichtet, Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen.

 

Quelle: Wikipedia